Burnout - Krankheitsneologismus der Hightechwelt
Seit Monaten vervielfachen Ursachen, Phänomene, Symptomoptionen sich in Medienwelten. Anti- und Synthesen von gesundheitlichen Risiken, konfliktuös hemmenden Arbeitnehmerbelastungen, potenziellen Behandlungsformen und inkriminierenden Therapeutika werden in Features, Ratgebersendungen oder Themenwochen diskutiert. Burn out – der Krankheitsneologismus der Hightechwelt - kulminiert zum absoluten Gefährdungssyndrom für Psyche und Physis, attackiert ganzheitliches Zusammenwirken von Körper und Geist und malträtiert Arbeitnehmer, vom Angestellten bis zum Vorgesetzten, gesundheitlich.
Vor erinnerbarer Zeit erfanden Computerpioniere Benutzeroberflächen (GUI – Graphic User Interface) und Bedienelemente wie Maus oder Mobiltelefon, um digitales Arbeiten und Kommunizieren durch Computer zu vereinfachen, in Zugriff und Befehlsausführung effizient zu gestalten. Radikale Konsequenz aus den digitalen Entwicklungsidyllen früherer Jahrzehnte sind massiv steigende Informationsproduktionen und Rezeptionserfordernisse, welche sich überall dort etablieren, wo geforscht, verwaltet, organisiert und systematisiert wird.
Die Beschleunigung der Digitalübertragung von Informationen multiplen Inhalts und heterogener Motivation führt konsequenterweise bei der Mehrzahl von Datenempfängern zu Symptomen, die unter dem Medizinbegriff ‚Burn-out‘ rangieren. An Burnout-Symptomen zu leiden, stellt Mediziner wie Patienten vor ein Labyrinth möglicher Krankheitsverläufe und sequentieller Therapieoptionen. Der individuelle Eindruck, an Burnout zu leiden, ist risikobelastet. Anfänglich werden Krankheitssymptome selten bewusst oder in Folge von Burnout verursachte mentale und organische Schwächungen befinden sich im fortgeschrittenen Stadium!
Der arbeitende Mensch als potenzieller Burnout-Patient lässt ein gewisses Quantum an zu verarbeitenden Daten ergonomisch, mental, privat und beruflich zu, bis apperzeptive Überlastungen, physio-psychische Reize, Störungen und Hemmnisse kompliziert auslotbare Krankheitsformen auslösen. Sind Burnout-Symptome individuell aufgetreten, stellen sie sich von Arbeitnehmer zu Arbeitnehmer heterogen dar: von dauerhafter Arbeitsunfähigkeit bis zur gesteigerten Leistungsfähigkeit bei Workaholics sind alle Burnout-Grade medizinanalytisch realistische Krankheitsbilder. Burnout-Krankheitsbilder verbinden sich mit Selbstgefühlen innerer Leere, phlegmatischer Erschöpfung Schlafunregelmäßigkeiten – oder weiteren Gesundheit gefährdenden Warnzeichen, welche Arbeitnehmerprofile schwächen können.
In vordigitaler Zeit wären Burnout -Symptome als Neurose, Depression, Melancholie neurologisch, psychologisch oder psychiatrisch untersucht, diagnostiziert und therapiert worden.
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